Unterrichtsentwurf im Referendariat: Aufbau und Tipps für die Lehrprobe
Der ausführliche Unterrichtsentwurf für die Lehrprobe: Bedingungsanalyse, didaktische und methodische Begründung, Verlaufsplan und Erwartungshorizont — mit Praxistipps.
Im Referendariat ist der schriftliche Unterrichtsentwurf umfangreicher als im Alltag: Er begründet jede Entscheidung. Hier ist der typische Aufbau für die Lehrprobe.
Die Bestandteile
- Bedingungsanalyse: Lerngruppe, Vorwissen, Besonderheiten.
- Sachanalyse: fachliche Klärung des Themas.
- Didaktische Analyse: Begründung der Auswahl und Reduktion (oft nach Klafki), Einbettung in die Einheit.
- Lernziele: Grob- und Feinziele, sauber operationalisiert.
- Methodische Analyse: Begründung von Phasen, Methoden und Sozialformen.
- Verlaufsplan: tabellarisch mit Zeit, Phase, Geschehen, Sozialform, Medien.
- Anhang: Material, Tafelbild, erwartete Schülerlösungen.
Worauf Prüfer achten
Der rote Faden: Lernziel, Methode und Material müssen schlüssig aufeinander aufbauen. Begründungen sollten konkret auf deine Lerngruppe bezogen sein, nicht allgemein. Plane realistische Zeiten und einen Plan B.
Zeit clever nutzen
Die Standardbausteine — Verlaufsplan, Lernziele, Methoden und Differenzierung — kannst du dir als Grundgerüst erstellen lassen und dann mit deiner fachlichen und didaktischen Begründung verfeinern. So bleibt mehr Zeit für das Eigentliche: die durchdachte Begründung.
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