Niedersachsen · Musik · Klasse 2

Stoffverteilungsplan Musik, Klasse 2Niedersachsen

Ein vollständiger Stoffverteilungsplan für Musik in der 2. Klasse in Niedersachsen, aufgebaut am Lehrplan des Landes: 11 Themenblöcke über 38 Schulwochen, wochenweise gegliedert. Die ersten acht Wochen siehst du kostenfrei.

1
Std./Woche
38
Schulwochen
11
Themenblöcke
38
Stunden gesamt

Stoffverteilungsplan im Überblick

Die folgende Übersicht zeigt die Themenblöcke für Musik in der 2. Klasse in Niedersachsen in der empfohlenen Reihenfolge über das Schuljahr. Jeder Block ist einem Wochenfenster zugeordnet und Woche für Woche in Themen, Lernziele und Methoden heruntergebrochen — dieselbe Ansicht wie im Planer.

Woche
Thema & Inhalte
Lernziele
Methoden
Kompetenzbezug
W1–3

Vom Sprechen zum Vortragen

Musizieren & Gestalten
Lernziele des Blocks
SuS sprechen ein Sprechstück im Wechsel von Solo und Gruppe und halten den Grundschlag durch.
SuS singen ein Lied allein, in der Kleingruppe und mit allen zusammen und benennen den Unterschied im Klang.
SuS tragen ein Rhythmical vor und setzen dabei die Lautstärke bewusst ein.
WocheW11 Std.
Thema & Inhalte
Sprechstücke im Wechsel
Lernziele
SuS sprechen Silben, Wörter und ganze Sätze eines Sprechstücks rhythmisch und wechseln dabei zwischen einer Einzelstimme und der Gruppe.
Methoden
Sitzkreis
Kleingruppen
Kompetenzbezug
Musik und Stimme
WocheW21 Std.
Thema & Inhalte
Allein, in der Gruppe, mit allen
Lernziele
SuS singen dasselbe Lied allein, in der Kleingruppe und mit allen zusammen und benennen, was sich am Klang ändert.
Methoden
Plenum
Kleingruppen
Kompetenzbezug
Musik und Stimme
WocheW31 Std.
Thema & Inhalte
Ein Rhythmical vortragen
Lernziele
SuS tragen ein Rhythmical der Gruppe vor und setzen laute und leise Stellen an den verabredeten Punkten ein.
SuS zeigen im Vortrag mit ihrer Stimme, welche Haltung der Text meint.
Methoden
Kleingruppen
Plenum
Kompetenzbezug
Musik und Stimme
W4–7

Instrumentalstimmen spielen

Musizieren & Gestalten
Lernziele des Blocks
SuS spielen eine Rhythmusstimme aus drei Bausteinen zum Lied korrekt mit.
SuS spielen eine kurze Melodiestimme auf einem Stabspiel Ton für Ton richtig.
SuS begleiten ein Lied mit einem Bordun oder einem Ostinato und halten die Einsätze nach Zeichen ein.
WocheW41 Std.
Thema & Inhalte
Eine Rhythmusstimme zum Lied
Lernziele
SuS spielen zu einem bekannten Lied eine Rhythmusstimme aus drei Bausteinen und treffen dabei den Grundschlag.
Methoden
Kleingruppen
Plenum
Kompetenzbezug
Musik und Instrumente
WocheW51 Std.
Thema & Inhalte
Eine Melodiestimme auf dem Stabspiel
Lernziele
SuS spielen eine Melodiestimme aus fünf Tönen auf dem Stabspiel Ton für Ton richtig und wiederholen sie zweimal gleich.
Methoden
Partnerarbeit
Kleingruppen
Kompetenzbezug
Musik und Instrumente
WocheW61 Std.
Thema & Inhalte
Bordun und Ostinato
Lernziele
SuS begleiten ein Lied mit einem Bordun oder einem Ostinato und arbeiten die von der Lehrkraft genannte Stelle noch einmal nach.
Methoden
Kleingruppen
Plenum
Kompetenzbezug
Musik und Instrumente
WocheW71 Std.
Thema & Inhalte
Auf ein Zeichen einsetzen
Lernziele
SuS halten Einsatz, Tempo und Lautstärke nach dem Zeichen der Lehrkraft ein und hören dabei auf die anderen Stimmen.
Methoden
Plenum
Kleingruppen
Kompetenzbezug
Musik und Instrumente
W8–10

Musik aufschreiben und lesen

Musizieren & Gestalten
Lernziele des Blocks
SuS halten eine gespielte Instrumentalstimme mit grafischen Zeichen fest.
SuS unterscheiden in einer notierten Zeile Tonschritt, Tonsprung und Tonwiederholung.
SuS spielen die Zeile einer anderen Gruppe vom Blatt und melden zurück, ob sie eindeutig war.
WocheW81 Std.
Thema & Inhalte
Eine gespielte Stimme festhalten
Lernziele
SuS halten eine gemeinsam gespielte Instrumentalstimme mit grafischen Zeichen fest, die hohe Töne oben und tiefe Töne unten zeigen.
Methoden
Plenum
Einzelarbeit
Kompetenzbezug
Musik und Instrumente
WocheW91 Std.
Thema & Inhalte
Schritt, Sprung, Wiederholung
Lernziele
SuS unterscheiden in ihrer notierten Zeile Tonschritt, Tonsprung und Tonwiederholung und markieren jede Stelle.
Methoden
Einzelarbeit
Partnerarbeit
Kompetenzbezug
Musik und Instrumente
WocheW101 Std.
Thema & Inhalte
Die Zeile einer anderen Gruppe spielen
Lernziele
SuS spielen die notierte Zeile einer anderen Gruppe vom Blatt und melden zurück, welche Stelle nicht eindeutig war.
SuS sagen, was in ihrer Gruppe beim Aufschreiben zum Gelingen beigetragen hat und woran eine Zeile schwer zu lesen war.
Methoden
Kleingruppen
Plenum
Kompetenzbezug
Musik und Instrumente
W11–14

Was die Musik ausmacht

W11
Laut und leise, lang und kurz
Musik hören
W12
Hoch und tief, hell und dunkel, schnell und langsam
Musik hören
W13
Wiederholung, Veränderung, Kontrast
Musik hören
W14
Der Teil, der wiederkommt
Musik hören
W15–18

Bilder werden Musik

W15
Ein Bild klingen lassen
Musik in Bild und Szene
W16
Zwei Bilder, zwei Stimmungen
Musik in Bild und Szene
W17
Unsere Empfindung in Form und Farbe
Musik in Bild und Szene
W18
Ein Gedicht wird Musik
Musik in Bild und Szene
W19–21

Bewegung wird Klang

W19
Was wir sehen, hören wir
Musik und Bewegung
W20
Eine Bewegungsfolge vertonen
Musik und Bewegung
W21
Schritte zu einem Stück
Musik und Bewegung
W22–25

Erfinden mit Lautstärke, Tonhöhe und Klangfarbe

W22
Dieselbe Idee laut und leise
Musik erfinden
W23
Hoch, tief und in anderer Klangfarbe
Musik erfinden
W24
Unsere Erfindung festhalten
Musik erfinden
W25
Aus einer fremden Idee eine eigene machen
Musik erfinden
W26–28

Ein Lied von allen Seiten: Bruder Jakob

W26
Das Lied lernen und vortragen
Musik und Stimme
W27
Das Lied begleiten
Musik und Instrumente
W28
Eine Aufweckmusik erfinden
Musik erfinden
W29–32

Hören und unterscheiden

W29
Dasselbe Lied, anderer Klang
Musik hören
W30
Wo etwas wiederkommt
Musik hören
W31
Die Teile eines Stückes
Musik hören
W32
Ein drittes Stück einordnen
Musik einordnen
W33–34

Musik zeigen

W33
Mit Mimik und Gestik
Musik in Bild und Szene
W34
Eine Figur zur Musik
Musik in Bild und Szene
W35–38

Vom Hören zur Sache

W35
Gehörtes in eine andere Form bringen
Musik hören
W36
Eine Idee und ihre Musik
Musik hören
W37
Woher diese Musik kommt
Musik einordnen
W38
Musikerinnen und Musiker
Musik einordnen

Ab Woche 11 geht der Plan weiter

Noch 28 Wochen in 8 Themenblöcken. Den vollständigen Plan schaltest du im Planer frei — einmalig 5,99 € oder im Abo.

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Gesamt: 38 Wochen · 38 Stunden

Kompetenzbereiche in Niedersachsen

Der Plan ist entlang der Kompetenzbereiche aufgebaut, die der Lehrplan in Niedersachsen für Musik vorsieht:

Musizieren & GestaltenUmsetzenHören & EinordnenProzessbezogene Kompetenzen

Grundlage dieses Plans

Lehrplan: Kerncurriculum für die Grundschule, Schuljahrgänge 1 – 4, Musik. Niedersachsen. Herausgegeben vom Niedersächsischen Kultusministerium (2024). — Titelblatt wörtlich: „Niedersächsisches Kultusministerium / Kerncurriculum / für die Grundschule / Schuljahrgänge 1 – 4 / Musik / Niedersachsen“. Der Bindestrich im Titel ist ein Halbgeviertstrich mit Leerzeichen („1 – 4“); auf S. 2 steht dagegen „in den Schuljahrgängen 1 - 4“ mit Bindestrich. Gültig ab 01.08.2024; das Impressum der gedruckten Seite 2 nennt das Erscheinungsjahr 2024. Auf S. 14 steht derselbe Jahrgangsbereich noch ein drittes Mal anders gesetzt: „über die Schuljahrgänge 1-4“ ohne Leerzeichen. (Quelle in Niedersachsen)

DIE JAHRGANGSZUORDNUNG IST EINE SETZUNG DIESES PLANS. Das Kerncurriculum Musik kennt keine einzelnen Schuljahre. Es beschreibt Zielzustände an genau zwei Zeitpunkten: „Ende Schuljahrgang 2“ und „zusätzlich Ende Schuljahrgang 4“. Die gedruckte Seite 14 sagt wörtlich, die tabellarischen Übersichten stellten den Erwerb der inhaltsbezogenen Kompetenzen „über zwei Doppeljahrgänge“ und den der prozessbezogenen „über die Schuljahrgänge 1-4“ dar. Dass ein Inhalt in den zweiten Schuljahrgang gehört und nicht in den des Partnerjahrgangs, steht deshalb nirgends im Kerncurriculum — es ist eine fachliche Setzung dieser Reihe. Das Dokument benennt sogar ausdrücklich, wer diese Setzung vornimmt: Seite 25, zweiter Spiegelstrich unter „Die Fachkonferenz …“, wörtlich: sie „legt die zeitliche Zuordnung innerhalb der Doppelschuljahrgänge fest,“. Die Fachkonferenz darf also anders zuordnen, ohne das Kerncurriculum zu verletzen. Verbindlich sind allein die beiden genannten Zeitpunkte. DIE ZAHLEN, AM DOKUMENT NACHGEZÄHLT. Kapitel 3.2 führt sieben Lernbereiche in drei inhaltsbezogenen Kompetenzbereichen mit zusammen 42 Aufzählungspunkten: Musik und Stimme 7, Musik und Instrumente 9, Musik erfinden 7, Musik und Bewegung 3, Musik in Bild und Szene 7, Musik hören 8, Musik einordnen 1 — 7+9+7+3+7+8+1 = 42. Von diesen 42 Punkten stehen 14 nur in der Spalte „Ende Schuljahrgang 2“, 14 nur in der Spalte „zusätzlich Ende Schuljahrgang 4“, und 14 laufen in der gedruckten Tabelle ohne Trennstrich über beide Spalten hinweg; 14+14+14 = 42. Dazu kommen 16 prozessbezogene Punkte in vier Kernkompetenzen (Kommunikation 5, Kollaboration 4, Kreativität 3, Kritisches Denken 4) sowie 52 Punkte in 22 Blöcken der Spalte „Ergänzende Hinweise“ und 35 Glossareinträge. WIE DIE 14 DURCHLAUFENDEN PUNKTE VERTEILT SIND. Ein Punkt, der über beide Kompetenzspalten läuft, gilt für beide Doppelschuljahrgänge gemeinsam. Wer ihn nur den Schuljahrgängen 1 und 2 zuschlägt, nimmt ihn 3 und 4 weg; wer ihn nur 3 und 4 zuschlägt, hebt ihn über die Stufe. Diese Reihe legt deshalb jeden dieser 14 Punkte im ersten Doppelschuljahrgang an und führt ihn im zweiten weiter — keiner steht nur in einem der beiden. Das ist auch der Grund, warum der dritte und vierte Schuljahrgang nicht bei null anfangen: Der Kopf der rechten Spalte lautet „zusätzlich Ende Schuljahrgang 4“, der rechte Eintrag ersetzt den linken also nicht, sondern kommt hinzu. Seite 14 sagt dazu: „Am Ende der zweiten Jahrgangsstufe sollen die Grundlagen der meisten Kompetenzen gelegt sein, zum Ende des vierten Jahrgangs sind diese in der Regel weiterzuentwickeln und zu differenzieren.“ ZWEI LERNBEREICHE OHNE JEDE STUFENTRENNUNG. „Musik und Bewegung“ (3 Punkte) und „Musik einordnen“ (1 Punkt) bestehen ausschließlich aus solchen durchlaufenden Punkten: Für sie formuliert das Kerncurriculum überhaupt keine eigene Erwartung zum Ende des vierten Schuljahrgangs. Beide kommen in dieser Reihe trotzdem in jedem der vier Jahre vor. Jeder Fortschritt, den der Plan dort von einem Jahr zum nächsten zeigt, ist damit eine Setzung dieses Plans und keine Vorgabe des Landes; er fällt von Jahr zu Jahr unterschiedlich groß aus und ist an manchen Stellen ein Schritt in der Aufgabe und nicht in der Zahl. DIE 16 PROZESSBEZOGENEN KOMPETENZEN WERDEN NICHT VERTEILT. Kapitel 3.1 hat genau eine Inhaltsspalte, überschrieben „Kernkompetenzen Ende Schuljahrgang 4“, und keine Stufenteilung; laut Seite 14 gilt sie über die Schuljahrgänge 1 bis 4. Die 16 Punkte gehören deshalb in jedes der vier Jahre und werden hier weder aufgeteilt noch als Ziel allein des letzten Jahres dargestellt. Sie stehen nicht als eigene Themenblöcke im Plan, sondern in den Lernzielen und Arbeitsformen der Wochen — so, wie Kapitel 3.3 es vormacht, wo neben jeder Unterrichtssequenz eine kleine Auswahl prozessbezogener Punkte steht. In diesem Schuljahr sind sie hier tragend: drücken sich musikalisch aus: W3, W28; teilen ihre Gefühle, Erfahrungen, Gedanken und Vorlieben mit und tauschen sich darüber aus: W29, W32; nutzen grafische Notationen: W8, W9, W10; verstehen und verwenden altersangemessen Fachsprache: W11, W12; präsentieren musikalische Ergebnisse alleine oder in der Gruppe: W3, W26; achten während des gemeinsamen Musizierens aufeinander und gehen aufeinander ein: W7, W27; sprechen sich mit anderen bezüglich der Aufgabenverteilung ab: W19, W28; bringen aktiv ihre Ideen, Vorerfahrungen und Fähigkeiten in Gruppenarbeitsprozesse ein: W20, W25; wertschätzen unterschiedliche Standpunkte und musikalische Praktiken: W32, W37, W38; erfinden und erproben eigene musikalische Gestaltungsideen: W20, W22; variieren eigene und fremde musikalische Produkte: W23, W25; setzen Musik in andere Ausdrucksformen um: W17, W33, W35; nutzen Kriterien zur Reflexion musikalischer Phänomene, Prozesse und Ergebnisse: W13, W30; begründen musikbezogene Urteile und Entscheidungen: W16, W29; nutzen lehrkraftgestützt Rückmeldungen für die Weiterarbeit: W6, W24; reflektieren Gelingensbedingungen von Einzel- oder Gruppenarbeitsprozessen: W10, W28. DIE ERGÄNZENDEN HINWEISE SIND ANREGUNG, NICHT PFLICHT. Die dritte Tabellenspalte ist nicht verbindlich, und ihre Zellen sind über mehrere Kompetenzzeilen hinweg verbunden — welcher Hinweis zu welchem Aufzählungspunkt gehört, gibt das Dokument nicht her. Diese Reihe behandelt sie als das, was sie sind: als Material. Wo diese Reihe über die vier Schuljahrgänge hinweg einen davon aufgreift — etwa die Stimmbildungsgeschichte, Bodypercussion, Bordun und Ostinato, Fell-, Holz- und Metallklinger, Wortspeicher zum Hören, die Vogelfänger-Arie aus der „Zauberflöte“, Rondo, Refrain, Strophe, Kanon —, ist das eine Entscheidung des Plans. Wo das Kerncurriculum „z. B.“ schreibt, ist jede andere Wahl aus derselben Aufzählung ebenso richtig. Ein Beispiel, wie diese Reihe damit umgeht: Der Hinweisblock zum Formhören nennt vier Formen — Rondo, Refrain, Strophe und Kanon. Die ersten drei werden im dritten Schuljahrgang benannt, der Kanon im vierten, weil das mehrstimmige Musizieren dort seinen Platz hat. Damit kommen alle vier vor. BEWUSST ZURÜCKGESTELLT: DIE TRADITIONELLE NOTATION. Seite 10 sagt dazu wörtlich: „Bringen die Schülerinnen und Schüler ausreichende musikalische Vorkenntnisse mit, kann mit der Vermittlung der traditionellen Notation im dritten und vierten Schuljahrgang begonnen werden.“ Das ist ein Kann und kein Muss, und derselbe Absatz empfiehlt für den ersten und zweiten Schuljahrgang „vor allem das grafische Notieren“ und für den dritten und vierten „komplexere Formen grafischer Notation“. Diese Reihe bleibt deshalb in allen vier Jahren bei der grafischen Notation. Kein einziger der 42 Kompetenzpunkte verlangt die traditionelle Notation — der einzige Notationspunkt der Tabelle heißt ausdrücklich „notieren mit Hilfe der grafischen Notation einfache Instrumentalstimmen.“ Innerhalb der Kompetenztabelle des Kapitels 3.2 wird die traditionelle Notation nur in zwei Blöcken der unverbindlichen Ergänzenden Hinweise genannt; diese beiden Blöcke greift der Plan also nur zur Hälfte auf. Außerhalb dieser Tabelle steht sie an vier weiteren Stellen: im oben zitierten Satz der Seite 10, im ausgearbeiteten Unterrichtsbeispiel, dessen zweite Sequenz auf Seite 20 als prozessbezogene Kompetenz „nutzen grafische und traditionelle Notationen.“ führt, sowie in den beiden Glossareinträgen „Notation“ (S. 28) und „Tondauer“ (S. 29). Verbindlich wird sie an keiner dieser Stellen: Kapitel 3.1 auf Seite 15 — die einzige Spalte, die die prozessbezogenen Kernkompetenzen verbindlich aufführt — nennt allein „nutzen grafische Notationen.“, und das Unterrichtsbeispiel ist laut Seite 14 „ein Beispiel einer Umsetzung“. Die Rückstellung stützt sich damit auf die verbindlichen Teile des Dokuments; die Fachkonferenz kann die traditionelle Notation ergänzen. ZU KAPITEL 3.3 UND ZUM KANON. Kapitel 3.3 ist das einzige ausgearbeitete Unterrichtsbeispiel des Kerncurriculums; Seite 14 nennt es „ein Beispiel einer Umsetzung“. Es liegt vollständig im ersten Doppelschuljahrgang — die Kopfzeile aller drei Seiten lautet „bis Ende Schuljahrgang 2“ —, und für den zweiten Doppelschuljahrgang gibt es kein ausgearbeitetes Beispiel. Diese Reihe greift es im zweiten Schuljahrgang auf, als Beispiel und nicht als Pflichtstoff. Eine Stelle darin verdient Aufmerksamkeit: Die erste Sequenz führt unter den inhaltsbezogenen Kompetenzen „musizieren Lieder und Sprechstücke mehrstimmig.“ auf und lässt den Kanon singen. Genau dieser Punkt steht in der Tabelle des Kapitels 3.2 aber in der Spalte „zusätzlich Ende Schuljahrgang 4“. Diese Reihe folgt der Tabelle: Mehrstimmigkeit, Kanon und Scheinkanon stehen im vierten Schuljahrgang, nicht früher. ZU DEN BEZEICHNUNGEN. Die Namen der drei inhaltsbezogenen Kompetenzbereiche erscheinen im Dokument in zwei Schreibweisen: der Fließtext auf Seite 6 schreibt „Musizieren und Gestalten“ und „Hören und Einordnen“, alle Überschriften und Tabellenköpfe schreiben „Musizieren & Gestalten“ und „Hören & Einordnen“. Diese Reihe verwendet in allen vier Plänen die Form mit dem Et-Zeichen. Zweitens: Die Überschrift der ersten Sequenz auf Seite 20 spricht von einem Lernbereich „Lied und Stimme“. Einen solchen Lernbereich gibt es nicht — auf Seite 7, in der Tabelle 3.2 und auf Seite 22 heißt er „Musik und Stimme“. Diese Reihe verwendet durchgängig „Musik und Stimme“. DIESES SCHULJAHR IM ÜBERBLICK. Wochen je Lernbereich: Musik und Stimme 4 · Musik und Instrumente 8 · Musik erfinden 5 · Musik und Bewegung 3 · Musik in Bild und Szene 6 · Musik hören 9 · Musik einordnen 3 (Summe 38). Neu bearbeitet werden hier zwölf der 42 Punkte: sieben aus der Spalte „Ende Schuljahrgang 2“ und fünf der durchlaufenden Punkte, die hier angelegt werden. Aus der Spalte „Ende Schuljahrgang 2“: „musizieren Lieder und Sprechstücke.“ (W2, W3); „spielen einfache Instrumentalstimmen rhythmisch und/oder melodisch korrekt.“ (W4, W5, W6); „wenden musikalische Parameter an.“ (W22, W23); „drücken die Wirkung eines Bildes musikalisch aus.“ (W15, W16); „übertragen Musik in Mimik und Gestik.“ (W33, W34); „unterscheiden hörend musikalische Parameter und Formprinzipien in einfachen Zusammenhängen.“ (W11, W12, W13); „nehmen elementare musikalische Formen wahr und äußern dies.“ (W14). Angelegt werden die durchlaufenden Punkte: „notieren mit Hilfe der grafischen Notation einfache Instrumentalstimmen.“ (W8, W9, W10); „setzen beobachtete Bewegungen in passende Klänge um.“ (W19, W20); „setzen außermusikalische Vorgaben in Musik um.“ (W18); „übertragen ihren Höreindruck in eine andere Darstellungsform.“ (W35); „erkennen und benennen Zusammenhänge zwischen einer außermusikalischen Idee und der entsprechenden Umsetzung in Musik.“ (W36). Weitergeführt werden außerdem diese im Vorjahr angelegten durchlaufenden Punkte: „sprechen Silben, Wörter und Sätze rhythmisch.“ (W1); „halten musikalische Vorgaben und Absprachen ein.“ (W7); „dokumentieren ausgedachte Klänge und Melodien.“ (W24); „führen auf das Metrum einer Musik bezogen Bewegungen koordiniert aus (z. B. Bodypercussion, Tänze).“ (W21); „unterscheiden Musikstücke unterschiedlicher Stile und kennen Musikstücke verschiedener Kulturen und von verschiedenen Musikerinnen und Musikern.“ (W32, W37, W38). Kein Punkt aus der Spalte „zusätzlich Ende Schuljahrgang 4“ kommt in diesem Jahr vor — das wäre Stoff über der Stufe. Alle sieben Lernbereiche kommen in diesem Schuljahr vor. Über die vier Jahre kommt jeder der 42 Punkte vor; keiner wird ausgelassen. Neu eingeführt werden 16 Punkte im ersten Schuljahrgang, 12 im zweiten, 7 im dritten und 7 im vierten — 16+12+7+7 = 42.

Dieser Plan rechnet für den 2. Schuljahrgang mit einer Unterrichtsstunde je Woche und bei 38 Schulwochen mit 38 Jahresstunden (1 x 38 = 38). Diese Zahl ist keine Setzung des Plans, sondern der Wert der amtlichen Tafel: Anlage 1 (zu Nr. 3.1 Stundentafel) des RdErl. d. MK „Die Arbeit in der Grundschule“ vom 01.07.2024 (SVBl. S. 372), Az. 32.5 - 81020, VORIS 22410. Die Tafel weist jeden Schuljahrgang einzeln aus (Kopfzeile „Schuljahrgang | 1 | 2 | 3 | 4“) und nennt für Musik 1 / 1 / 2 / 2 Wochenstunden. Die Schuljahrgänge 3 und 4 haben also doppelt so viel Musikzeit wie 1 und 2; über alle vier Jahre ergibt Musik 1+1+2+2 = 6 Wochenstunden. Fußnote 4 der Tafel wörtlich: „Eine Unterrichtsstunde in der Stundentafel wird mit 45 Minuten gerechnet.“ Nr. 3.2.1 des Erlasses wörtlich: „Die in der Stundentafel ausgewiesenen Wochenstunden geben an, welche Zeitanteile für die einzelnen Fächer im Jahresdurchschnitt eingehalten werden müssen.“ Als Probe, dass die richtige Zeile gelesen ist, stehen in derselben Tafel Deutsch mit 6 / 6 / 6 / 6, Mathematik mit 5 / 6 / 5 / 5, Sachunterricht mit 2 / 3 / 4 / 4, Sichere Basis mit 2 / 1 / (leer) / –, Englisch als erste Pflichtfremdsprache mit 0 / 0 / 2 / 2, Religion mit 2 / 2 / 2 / 2, Sport mit 2 / 2 / 2 / 2, Kunst, Gestaltendes Werken, Textiles Gestalten mit 2 / 2 / 2 / 2 und Arbeitsgemeinschaften mit – / – / 1 / 1; die Zeile der Pflichtstunden lautet 22 / 23 / 26 / 26 und geht mit diesen Werten auf: 6+5+2+2+0+2+2+1+2+0 = 22, 6+6+3+1+0+2+2+1+2+0 = 23, 6+5+4+0+2+2+2+2+2+1 = 26 und noch einmal 26 für den vierten Schuljahrgang. Die Fußnote zur thematisch-individuellen Schwerpunktsetzung gilt nur für Deutsch, Mathematik und Sachunterricht, nicht für Musik. Das Kerncurriculum Musik selbst enthält keine Stundentafel und macht überhaupt keine Zeitangaben: die Zeichenfolgen „Stundentafel“, „Woche“, „wöchentlich“ und „Wochenstunde“ kommen darin kein einziges Mal vor. Beschließt eine Schule nach Nr. 3.3 des Erlasses, die Stundentafel durch die Kontingentstundentafel der Anlage 2 zu ersetzen, so nennt diese für Musik 4 Wochenstunden für die Schuljahrgänge 1 bis 4 zusammen und überlässt der Schule die Verteilung auf die Jahrgänge; Regelfall ist Anlage 1, und nach ihr ist dieser Plan gebaut. Die Wochenspalte ist eine Ordnungshilfe: 38 Schulwochen sind ein Durchschnittswert, und der Erlass verlangt die Zeitanteile ausdrücklich nur im Jahresdurchschnitt.

Am Lehrplandokument abgeglichen: 07.09.2026.

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