Hessen · Musik · Klasse 2

Stoffverteilungsplan Musik, Klasse 2Hessen

Ein vollständiger Stoffverteilungsplan für Musik in der 2. Klasse in Hessen, aufgebaut am Lehrplan des Landes: 12 Themenblöcke über 38 Schulwochen, wochenweise gegliedert. Die ersten acht Wochen siehst du kostenfrei.

1
Std./Woche
38
Schulwochen
12
Themenblöcke
38
Stunden gesamt

Stoffverteilungsplan im Überblick

Die folgende Übersicht zeigt die Themenblöcke für Musik in der 2. Klasse in Hessen in der empfohlenen Reihenfolge über das Schuljahr. Jeder Block ist einem Wochenfenster zugeordnet und Woche für Woche in Themen, Lernziele und Methoden heruntergebrochen — dieselbe Ansicht wie im Planer.

Woche
Thema & Inhalte
Lernziele
Methoden
Kompetenzbezug
W1–4

Was Musik in uns auslöst – und wie wir es sagen

Musik hören
Lernziele des Blocks
SuS legen einen gemeinsamen Vorrat charakterisierender Begriffe an und ordnen darin Wörter mit ähnlicher Bedeutung nebeneinander.
SuS wählen aus diesem Vorrat Begriffe aus, die zu einem gehörten Stück passen, und begründen die Wahl mit einer Stelle der Musik.
SuS stellen einen gewählten Begriff ohne Worte dar, sodass die Gruppe ihn wiedererkennt.
SuS behalten eine vor dem Hören gestellte Frage über ein längeres Stück hinweg im Kopf und beantworten sie danach.
WocheW11 Std.
Thema & Inhalte
Unser Vorrat an Wörtern entsteht
Lernziele
SuS sammeln zu zwei Stücken – einem, das sie selbst singen, und einem, das sie hören – je drei Begriffe, die den Eindruck der Musik beschreiben, und hängen sie an einer gemeinsamen Wand aus.
Methoden
Sitzkreis
Plenum
Kompetenzbezug
durch Musik ausgelöste Emotionen und Assoziationen in Worte fassen und darstellen,
WocheW21 Std.
Thema & Inhalte
Welches Wort passt nur zu einem der beiden
Lernziele
SuS ordnen zwei gehörten Stücken je zwei Begriffe aus dem gemeinsamen Vorrat zu.
SuS stellen den Begriff, der nur zu einem der beiden Stücke passt, ohne Worte dar – mit einer Bewegung oder einer Farbspur – und sagen danach, woran im Stück sie ihn festmachen.
Methoden
Partnerarbeit
Plenum
Kompetenzbezug
durch Musik ausgelöste Emotionen und Assoziationen in Worte fassen und darstellen,
WocheW31 Std.
Thema & Inhalte
Eine Frage, bevor die Musik beginnt
Lernziele
SuS behalten eine vor dem Hören gestellte Frage bis zum Ende des Stücks im Kopf und beantworten sie anschließend mit einem Satz.
Methoden
Plenum
Einzelarbeit
Kompetenzbezug
die Konzentration gezielt auf den Hörsinn richten,
WocheW41 Std.
Thema & Inhalte
Zweimal hören, zweimal etwas anderes suchen
Lernziele
SuS hören dasselbe längere Stück zweimal mit je einer anderen Hörfrage.
SuS sagen zu jeder Frage, an welcher Stelle des Stücks sie die Antwort gefunden haben.
Methoden
Sitzkreis
Partnerarbeit
Kompetenzbezug
die Konzentration gezielt auf den Hörsinn richten,
W5–8

Deutlich singen, das Repertoire ordnen

Musik machen
Lernziele des Blocks
SuS singen dieselbe Zeile gebunden und getrennt und benennen den hörbaren Unterschied.
SuS sprechen beim Singen die Endsilben so deutlich, dass Zuhörende den Wortlaut ohne Vorlage wiederholen können.
SuS nehmen in diesem Block zwei neue Stücke in ihr Repertoire auf und singen sie auswendig.
SuS ordnen die Stücke, die sie auswendig können, nach ruhig und bewegt und tragen eines davon mit Stimme und Klangquelle vor.
WocheW51 Std.
Thema & Inhalte
Gebunden und getrennt
Lernziele
SuS singen dieselbe Zeile einmal gebunden und einmal getrennt und benennen den Unterschied, den sie dabei hören.
Methoden
Plenum
Partnerarbeit
Kompetenzbezug
mit stimmgerechter Körperhaltung und Atmung sowie deutlicher Artikulation und sauberer Intonation singen,
WocheW61 Std.
Thema & Inhalte
Die Endsilben hört man
Lernziele
SuS sprechen beim Singen die Endsilben so deutlich aus, dass ein zuhörendes Kind den Wortlaut ohne Vorlage wiederholen kann.
Methoden
Partnerarbeit
Plenum
Kompetenzbezug
mit stimmgerechter Körperhaltung und Atmung sowie deutlicher Artikulation und sauberer Intonation singen,
WocheW71 Std.
Thema & Inhalte
Unser Repertoire bekommt eine Ordnung
Lernziele
SuS nehmen ein neues Stück in ihr Repertoire auf und singen es ohne Vorlage auswendig.
SuS ordnen jedes Stück, das sie bis hierhin auswendig singen können, der Gruppe ruhig oder der Gruppe bewegt zu.
Methoden
Sitzkreis
Plenum
Kompetenzbezug
ein gemischtes Repertoire auswendig singen und musizieren,
WocheW81 Std.
Thema & Inhalte
Eines kommt dazu, eines tragen wir vor
Lernziele
SuS nehmen ein weiteres Stück in ihr Repertoire auf und sagen, in welche der beiden Gruppen es gehört.
SuS tragen eines ihrer Repertoirestücke auswendig mit der Stimme und mit einer Klangquelle vor.
Methoden
Plenum
Kleingruppen
Kompetenzbezug
ein gemischtes Repertoire auswendig singen und musizieren,
W9–12

Vier Eigenschaften der Musik bekommen einen Namen

W9
Lautstärke und Tempo heißen ab jetzt so
musikalische Gliederungen und Parameter unterscheiden,
W10
Tonhöhe: hinauf, hinunter, gleich
musikalische Gliederungen und Parameter unterscheiden,
W11
Klangfarbe – und wo ein Stück anders wird
musikalische Gliederungen und Parameter unterscheiden,
W12
Ich sage, was ich höre, und was ich davon halte
eine Meinung über Musik begründen.
W13–16

Zeichen, die alle lesen können

W13
Ein Zeichenvorrat für die ganze Gruppe
Musik klangbezogen aufschreiben sowie musikalische Zeichen lesen und in Klang umsetzen.
W14
Von links nach rechts: unsere Zeitachse
Musik klangbezogen aufschreiben sowie musikalische Zeichen lesen und in Klang umsetzen.
W15
Zeichen für laut, leise, hoch und tief
Musik klangbezogen aufschreiben sowie musikalische Zeichen lesen und in Klang umsetzen.
W16
Wir leiten an unserer Zeichenreihe entlang
musikalische Aktionen anleiten,
W17–19

Klangquellen und ihre Spielweise

W17
Eine Spielweise, die sich genau wiederholen lässt
Spieltechniken instrumentengerecht ausführen,
W18
Warum es anders klingt
Spieltechniken instrumentengerecht ausführen,
W19
Zwei Klangquellen im Wechsel
beim Musizieren aufeinander hören und reagieren,
W20–22

Muster im Metrum: rhythmisch und tonal

W20
Eine tonale Folge im kleinen Tonraum
einfache Rhythmen und tonale Folgen metrumbezogen ausführen und in Musikstücken anwenden,
W21
Rhythmisch und tonal übereinander
einfache Rhythmen und tonale Folgen metrumbezogen ausführen und in Musikstücken anwenden,
W22
Der Einsatz kommt mitten im Stück
beim Musizieren aufeinander hören und reagieren,
W23–25

Ein eigenes Muster erfinden und verändern

W23
Unser eigenes Muster, andere Lautstärke
Musik nach außermusikalischen Vorgaben und musikalischen Kriterien erfinden, variieren und gestalten,
W24
Unser Muster passt sich einem Wort an
Musik nach außermusikalischen Vorgaben und musikalischen Kriterien erfinden, variieren und gestalten,
W25
Wir leiten die Veränderung an
musikalische Aktionen anleiten,
W26–28

Bewegung, die im Metrum bleibt

W26
Der Fuß auf jedem Grundschlag
Bewegungen zu Musik koordiniert ausführen,
W27
Wenn das Tempo wechselt
Bewegungen zu Musik koordiniert ausführen,
W28
Eine Bewegung für laut, eine für leise
Musik mit Bewegung und außermusikalischen Gestaltungsmedien ausdrucks-, parameter- und formbezogen umsetzen,
W29–31

Eigenschaften der Musik sichtbar machen und prüfen

W29
Eine Linie für die Tonhöhe
Musik mit Bewegung und außermusikalischen Gestaltungsmedien ausdrucks-, parameter- und formbezogen umsetzen,
W30
Woran wir merken, dass eine Umsetzung passt
Umsetzungen auf die ihnen zugrunde liegende Musik beziehen und beurteilen.
W31
Wir prüfen nach unseren Kriterien
Umsetzungen auf die ihnen zugrunde liegende Musik beziehen und beurteilen.
W32–33

Musik, die zu einem Anlass gehört

W32
Musik zum Ankommen und zum Aufräumen
Musik in Bezug auf Zweck und Umfeld einordnen und beurteilen,
W33
Für diesen Anlass, nicht für jenen
Musik in Bezug auf Zweck und Umfeld einordnen und beurteilen,
W34–35

Wir begründen, was uns gefällt

W34
Ein Grund, der sich überprüfen lässt
eine Meinung über Musik begründen.
W35
Woran unsere Gründe hängen
eine Meinung über Musik begründen.
W36–38

Unsere Aufführung planen wir mit

W36
Unser Ablaufplan entsteht
schulisches Musikleben zielgruppen- und inhaltsbezogen mitplanen und gestalten.
W37
Aufgabenkarten für alle
schulisches Musikleben zielgruppen- und inhaltsbezogen mitplanen und gestalten.
W38
Wir führen auf und schauen zurück
schulisches Musikleben zielgruppen- und inhaltsbezogen mitplanen und gestalten.

Ab Woche 9 geht der Plan weiter

Noch 30 Wochen in 10 Themenblöcken. Den vollständigen Plan schaltest du im Planer frei — einmalig 5,99 € oder im Abo.

Hier weiterplanen →
Gesamt: 38 Wochen · 38 Stunden

Kompetenzbereiche in Hessen

Der Plan ist entlang der Kompetenzbereiche aufgebaut, die der Lehrplan in Hessen für Musik vorsieht:

Musik hörenMusik machenMusik umsetzenMusikkultur erschließen

Grundlage dieses Plans

Lehrplan: Bildungsstandards und Inhaltsfelder – Das neue Kerncurriculum für Hessen. Primarstufe. MUSIK (Hrsg. Hessisches Kultusministerium, Luisenplatz 10, 65185 Wiesbaden), Ausgabe 2011, unverändert geltend: eine neuere Fassung für die Primarstufe Musik ist nicht veröffentlicht. Die 17 Bildungsstandards und die zehn Inhaltsfelder stehen in Kapitel 6.1 und gelten für das Ende der Jahrgangsstufe 4; Kapitel 6.2 beschreibt auf einer Seite in vier Absätzen, wie sich die Kompetenz in den Jahrgangsstufen 1 und 2 entfaltet. (Quelle in Hessen)

WAS DAS KERNCURRICULUM VORGIBT UND WAS NICHT. Das hessische Kerncurriculum Musik für die Primarstufe beziffert seine Bildungsstandards an einer einzigen Stelle der Schulzeit: am Ende der Jahrgangsstufe 4. Für die Jahrgangsstufen 1 und 2 stellt Kapitel 6.2 vier Absätze Prosa bereit, die beschreiben, wie sich Kompetenz in diesen beiden Jahren entfaltet – ohne einen einzigen Aufzählungspunkt und ohne eine bezifferte Erwartung für das Ende der Jahrgangsstufe 2. DIE VERTEILUNG IST EINE SETZUNG DIESES PLANS. Dass ein Inhalt in diese Jahrgangsstufe fällt und nicht in die vorangehende oder eine spätere, ist deshalb eine fachliche Entscheidung dieser Reihe und keine Vorgabe des Landes Hessen. Eine Formulierung wie „laut Kerncurriculum in Jahrgangsstufe 2“ wäre für dieses Fach sachlich falsch. Das Kerncurriculum überträgt diese Aufgabe ausdrücklich der Schule: es ist nach Kapitel 1 die Grundlage für schulinterne Curricula, und diese sind das Bindeglied zwischen ihm und der einzelnen Unterrichtsstunde. AN WELCHEN INHALTSFELDERN DIESER PLAN ARBEITET. Das Kerncurriculum führt zehn Inhaltsfelder. Dieser Plan arbeitet an acht davon: Hörkultur, Klang, Ausdruck und Wirkung, Gesang und Instrumentalspiel, Bewegung und Gestaltungsmedien, Parameter, Zeichen und Gebrauchspraxis. An Kontext arbeitet er nicht, und den Formbegriff führt er nicht ein; wie weit Woche 11 das Inhaltsfeld Form dabei streift, steht weiter unten. Diese Liste ist an den Wochenlernzielen aller 38 Wochen abgelesen und nicht vorab gesetzt worden: die Wochen 5 bis 8 und 17 bis 22 singen, musizieren und bauen ein Repertoire auf – das ist Gesang und Instrumentalspiel; die Wochen 9 bis 12 und 23 bis 25 benennen und verändern Grundeigenschaften der Musik – das ist Parameter; die Wochen 13 bis 16 einigen sich auf einen Zeichenvorrat, legen ihn auf eine Zeitachse und lesen die Reihe einer anderen Gruppe – das ist Zeichen; die Wochen 1, 2 und 28 antworten auf einen Höreindruck mit Wort, Farbe und Bewegung – das ist Ausdruck und Wirkung; die Wochen 3 und 4 halten die Aufmerksamkeit an einer vorher gestellten Frage fest – das ist Hörkultur; die Wochen 17 und 18 fragen, wovon der Klang einer Klangquelle abhängt – das ist Klang; die Wochen 26 bis 29 setzen Musik in Bewegung und in ein Bild um – das ist Bewegung und Gestaltungsmedien; die Wochen 32 und 33 ordnen Stücke den Anlässen des Schulalltags zu und nehmen eines davon ins Repertoire auf – das ist Gebrauchspraxis. EINE AUFTEILUNG DER ZEHN INHALTSFELDER AUF DIE VIER JAHRGANGSSTUFEN BEHAUPTET DIESER PLAN NICHT, und er könnte sie auch nicht belegen: das Kerncurriculum ordnet die Inhaltsfelder weder den Kompetenzbereichen noch den Jahrgangsstufen zu. Die rechte Spalte seiner Inhaltsfeldtabelle trägt über alle zehn Zeilen hinweg denselben einen Satz: „Alle benannten Kompetenzbereiche können mit den Inhaltsfeldern verknüpft werden.“ Sätze wie „dieses Inhaltsfeld wird hier neu eingeführt“ oder „jenes bleibt einer späteren Jahrgangsstufe vorbehalten“ hätten darin keine Grundlage – und sie träfen für dieses Schuljahr auch sachlich nicht zu: an allen acht Feldern, an denen dieser Plan arbeitet, arbeitet der Plan der Jahrgangsstufe 1 bereits. WORIN DER FORTSCHRITT GEGENÜBER DER JAHRGANGSSTUFE 1 LIEGT. Nicht in einer Zahl, sondern an der Sache: im zweiten Schuljahr bekommt vieles einen Namen, was bisher nur gespürt und gezeigt worden ist. Beim Aufschreiben liegt der Fortschritt enger, als er zunächst aussieht: Die Jahrgangsstufe 1 erfindet ihre Zeichen bereits in Kleingruppen, und sie liest bereits eine fremde Zeichenreihe von links nach rechts – nur mit einer Rückmeldung an die Gruppe, von der die Reihe stammt. Weder das Lesen noch die Leserichtung noch die fremde Herkunft der Reihe sind hier also neu. Neu sind drei andere Dinge: dass sich die ganze Lerngruppe auf einen Vorrat von Zeichen einigt, deren Bedeutung für alle dieselbe ist, dass diese Zeichen auf einer Zeitachse mit festen Feldern liegen und dass die fremde Gruppe ohne Rückfrage auskommen muss. Aus dem Unterscheiden von laut und leise, schnell und langsam, hoch und tief werden vier Grundeigenschaften mit ihrem Fachwort: Lautstärke, Tempo, Tonhöhe und Klangfarbe. Die beiden übrigen der sechs Parameter des Kerncurriculums, Tondauer und Klangdichte, kommen in diesem Plan nicht vor; das ist eine Setzung dieses Plans und keine Aussage darüber, wohin sie gehören. Aus zwei eigenen Wörtern für den Höreindruck wird ein gemeinsamer Vorrat charakterisierender Begriffe, aus dem sich ein Wort auswählen, gegen ein ähnliches abgrenzen und mit einer Stelle der Musik belegen lässt. Wo Kapitel 6.2 zu diesen Schritten etwas sagt, nimmt dieser Plan es wörtlich auf: „Ihrem Entwicklungsstand entsprechend können sie Zeichen für Klänge notieren und wiederum für das Musizieren nutzen“, „Einsätze und kleine zeichenbezogene Dirigate können sie bereits in der Anleitungsrolle übernehmen“, „der Berücksichtigung einfach zu identifizierender Parameter“ – ausdrücklich der einfach zu identifizierenden – und „eine erste ästhetische Urteilsfähigkeit auf der Basis altersgemäßer Kriterien“. Den Formbegriff führt dieser Plan nicht ein: die Kinder teilen in Woche 11 ein Stück aus drei Abschnitten an seinen Wechselstellen, sagen, welche zwei davon gleich klingen, und benennen die Eigenschaft, in der sich der dritte unterscheidet – ohne dass dafür ein Fachwort fällt. Der Sache nach ist das Wiederholung und Kontrast in einfachen Formverläufen und damit das Inhaltsfeld Form. Gestreift wird es hier also; getragen wird es nicht, denn weder der Begriff selbst noch die fünf formgebenden Dimensionen, die das Kerncurriculum unter ihm aufzählt, kommen vor. Auch das ist eine Entscheidung dieses Plans und keine Vorgabe des Landes Hessen; eine andere wäre ebenso zulässig. ALLE SIEBZEHN BILDUNGSSTANDARDS KOMMEN IN ALLEN VIER JAHREN VOR. Die 17 Bildungsstandards verteilen sich auf die vier Kompetenzbereiche: Musik hören 4, Musik machen 8, Musik umsetzen 3, Musikkultur erschließen 2, zusammen 17. Sie beschreiben das Ziel am Ende der Jahrgangsstufe 4 und sind kein Vorrat, aus dem eine Jahrgangsstufe entnimmt. In dieser Jahrgangsstufe kommt kein Standard neu hinzu, und in den beiden folgenden kommt ebenfalls keiner hinzu. Der Fortschritt gegenüber der Jahrgangsstufe 1 liegt allein in der Tiefe, mit der an einem Standard gearbeitet wird – nicht darin, dass ein Standard oder ein Inhaltsfeld hinzukäme. DIE VERTEILUNG IN DIESEM SCHULJAHR, NACHGEZÄHLT. Dieser Plan hat 38 Wochen, und jede Woche ist genau einem der 17 Standards zugeordnet und wird nur dort gezählt. Das heißt nicht, dass in einer Woche nur eine Sache geschieht – eine Musikstunde, die das täte, gäbe es nicht. Wo ein zweites Wochenlernziel steht, dient es dem zugeordneten Standard oder greift auf einen anderen vor, etwa wenn in Woche 21 die beiden Schichten in einem Stück des Repertoires angewendet werden. Gezählt wird trotzdem nur einmal. Jeder Standard erhält mindestens zwei Wochen. Auf die Kompetenzbereiche entfallen 10 Wochen auf Musik hören, 17 auf Musik machen, 6 auf Musik umsetzen und 5 auf Musikkultur erschließen; 10 + 17 + 6 + 5 = 38. Im Einzelnen: die Konzentration auf den Hörsinn 2 Wochen, Emotionen und Assoziationen in Worte fassen 2, Gliederungen und Parameter unterscheiden 3, eine Meinung begründen 3; singen mit Haltung, Atmung, Artikulation und Intonation 2, Spieltechniken 2, Repertoire auswendig 2, Rhythmen und tonale Folgen metrumbezogen 2, erfinden, variieren und gestalten 2, aufeinander hören 2, musikalische Aktionen anleiten 2, klangbezogen aufschreiben und Zeichen umsetzen 3; Bewegungen koordiniert ausführen 2, mit Bewegung und Gestaltungsmedien umsetzen 2, Umsetzungen beurteilen 2; Musik nach Zweck und Umfeld einordnen 2, schulisches Musikleben mitplanen 3. Zusammen mit der Jahrgangsstufe 1 erhält damit jeder der 17 Standards über den Doppeljahrgang mindestens vier Wochen: zehn Standards vier, sechs Standards fünf und der Standard zum schulischen Musikleben sechs; 10 mal 4 plus 6 mal 5 plus 6 ergeben 76, also die 38 Wochen dieses Plans und die 38 der Jahrgangsstufe 1. KEIN INSTRUMENT WIRD BEIM NAMEN GENANNT. Das Kerncurriculum spricht von Objekten und Instrumenten sowie von Stimme und Körper als Klangquellen, nennt aber auf keiner seiner Seiten ein einziges Instrument beim Namen. Dieser Plan hält es ebenso: er arbeitet mit der Stimme, dem Körper, einfachen Klangquellen und den Instrumenten, die die Schule vorhält. Welche das sind, entscheidet die Schule und nicht dieser Plan.

WOHER DIE EINE WOCHENSTUNDE KOMMT. Die Kontingentstundentafel für die Grundschule – Verordnung über die Stundentafeln für die Primarstufe und die Sekundarstufe I vom 5. September 2011, § 6 Absatz 1 – führt Kunst und Musik nicht getrennt auf, sondern in einer einzigen gemeinsamen Zeile. Diese Zeile nennt drei Werte: 6 Wochenstunden für die Jahrgangsstufen 1 und 2 zusammen, 8 Wochenstunden für die Jahrgangsstufen 3 und 4 zusammen und 14 Wochenstunden über die gesamte Primarstufe. Ein eigener Wert für Musik steht dort nicht, und ein Wert für eine einzelne Jahrgangsstufe steht dort ebenfalls nicht. Wie die 6 Wochenstunden des ersten Doppeljahrgangs auf die beiden Fächer und auf die beiden Schuljahre verteilt werden, entscheidet nach § 2 Absatz 1 derselben Verordnung die Schulkonferenz nach Anhörung des Schulelternbeirates; verbindlich einzuhalten ist allein die Summe am Ende der Primarstufe. WIE DIESE REIHE VERTEILT. Von den 6 Wochenstunden des Doppeljahrgangs 1 und 2 gehen 2 an Musik und 4 an Kunst, von den 8 Wochenstunden des Doppeljahrgangs 3 und 4 gehen 4 an Musik und 4 an Kunst. Musik erhält damit in jeder der Jahrgangsstufen 1 und 2 eine Wochenstunde und in jeder der Jahrgangsstufen 3 und 4 zwei; über alle vier Jahre sind das 6 der 14 Wochenstunden, die restlichen 8 entfallen auf Kunst. Der Grund für das Übergewicht von Kunst im ersten Doppeljahrgang steht in einer Fußnote der Verordnung selbst: Werken und Textiles Gestalten sind Bestandteil des Faches Kunst, Kunst deckt in dieser Zeile also mehr Gegenstand ab als Musik. Eine hälftige Teilung ergäbe dort außerdem 3 zu 3 und damit anderthalb Wochenstunden je Jahrgangsstufe – eine Zahl, aus der sich kein Wochenplan bauen lässt. WAS DARAUS FÜR DIESEN PLAN FOLGT. Dieser Plan rechnet mit 1 Wochenstunde und 38 Schulwochen, also mit 38 Jahresstunden zu je 45 Minuten. Die Aufteilung ist eine Setzung dieser Reihe und keine Vorgabe des Landes Hessen; jede andere Verteilung, die die beiden amtlichen Summen 6 und 8 trifft, wäre ebenso zulässig, und beschließen darf sie die Schulkonferenz. Das Kerncurriculum Musik selbst enthält auf seinen einundzwanzig Seiten keine einzige Stundenangabe – weder eine Wochenstundenzahl noch eine Schulwochenzahl. Eine Zeitmarke setzt es sehr wohl, nämlich das Ende der Jahrgangsstufe 4; einen Zeitumfang nennt es nirgends. Die 38 Schulwochen sind dabei ebenfalls eine Setzung dieser Reihe; die Verordnung rechnet anders. Ihre Jahresstundentafel weist der Zeile Kunst und Musik für die Jahrgangsstufen 1 und 2 zusammen 216 Jahresstunden zu, und 216 geteilt durch die 6 Wochenstunden derselben Zeile ergibt 36 Schulwochen. Dieser Plan verteilt seinen Stoff auf 38 lückenlos verplante Wochen und hält damit keinen Puffer für Feiertage und ausgefallenen Unterricht frei; wer einen braucht, lässt Wochen dieses Plans aus. Die Wochenspalte dieses Plans ist deshalb eine Ordnungshilfe und kein amtlicher Wert.

Am Lehrplandokument abgeglichen: 08.09.2026.

Diesen Plan anpassen & als PDF laden

Eigene Schwerpunkte setzen und die Ferien deines Bundeslands berücksichtigen: Die ersten acht Wochen sind kostenfrei, der vollständige Plan mit PDF- und Word-Export kostet einmalig 5,99 € oder steckt im Pro-Abo.

Diesen Plan in der App öffnen →

Weitere Klassenstufen

Musik in Hessen in einer anderen Klassenstufe planen: